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Salto Ángel

Foto: FlickreviewR

Er befindet sich inmitten des südöstlichen Dschungels von Venezuela, erreichbar nur mit dem Flugzeug, nach einer Bootstour oder mehrtägiger Wanderung: Der größte freifallende Wasserfall der Welt. Mit einer Fallhöhe von 979 Metern (größte Einzelstufe auf 805 Metern Höhe) stürzt sich der Salto Ángel (übersetzt: Angel-Wasserfall) von einem Vorsprung des Tafelbergs Auyan-Tempui.

Sein Name leitet sich vom Entdecker Jimmie Angel ab: Der amerikanische Buschpilot war 1923 mit einem angeblichen Bergbauingenieur auf das Bergplateau geflogen und stieß dort auf große Goldvorkommen. Berauscht von seinem Fund unternahm er weitere Trips in das unberührte Gebiet und entdeckte 1933 schließlich das Naturwunder. Der erste war er jedoch nicht: Die Region besiedelnde Indianer haben mit Kerepakupai Merú seit jeher ihren eigenen Namen für den Wasserfall. Aus diesem Grund wurde der größte Wasserfall der Erde 2009 rückbenannt.

Wer das UNESCO-Weltkulturerbe einmal selbst entdecken will, kann eine geführte Wanderung durch den Canaima-Nationalpark unternehmen. Dazu muss der Badetourist für einige Zeit All-you-Can-Eat-Luxus und Federbett gegen ein Lunch auf dem Gaskocher und Übernachtung in der Hängematte eintauschen. Um zum Salto Angel zu gelangen, fliegt man zur Lagune von Canaima. Von dort aus fährt man auf den Flüssen Río Carraó und Río Churún mit dem Einbaum, einem Boot, das aus einem einzigen Baumstamm gefertigt ist. Immer abwechselnd mit Treckking-Abschnitten gelangt man schließlich zum Ziel, wo einen der Anblick des gigantischen Wasserfalls für alle Mühen entlohnt. Insgesamt gelten die Wasserfälle an den Tafelbergen als eine der größten Touristenattraktionen Venezuelas.



- Bericht von Marlene Thiele

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