Salzhotel


Salar de Uyuni, die größte Salzpfanne der Welt, liegt auf über 3600 Metern Höhe im Südwesten Boliviens und bietet außer eines Brutplatzes für lokale Flamingo-Arten keinerlei Lebensraum. Einmal dort wohnen kann man aber doch: Im Palacio de Sal, einem aus Salz errichteten Hotel. Das Gebäude selbst ist aus Salziegeln gebaut, die Möbel bestehen daraus und auch die Speisekarte ist vor allem auf das Naturelement konzentriert. Viel erstaunlicher ist jedoch der über 10 000 Quadratkilometer große See, an dem das Hotel liegt. Die Bezeichnung „See“ trifft das Naturphänomen nur in der Regenzeit, wenn eine Wasserschicht es in den größten Spiegel der Welt verwandelt. Von Ende Juni bis Anfang September ist der See trocken und von einer bis zu 30 Meter dicken Salzschicht bedeckt, die sogar darüberfahrenden Lastwagen standhält. Menschliche Besiedlung, Lebensraum für Tiere, Vegetation – all das ist spärlich rund um den Salar de Uyuni. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf ein paar Lamabauern, Minenarbeitern und das Militär in einer Natur, die überwiegend aus Kakteenwälder besteht. Es handelt sich bei der einzigartigen Landschaft also um einen fast unberührten Flecken Erde.

- Bericht von Marlene Thiele, Foto: Kuerschel

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